Zuhause ist ein Gefühl – Generation „Whatever“

Zuhause…was ist das eigentlich?

…in einer Zeit zwischen Heimweh und Fernsucht…zwischen WLAN-Suche bei Starbucks und Selbstfindungstrip durch Asien….

 

zwischen Champagner beim Afterwork und Sojamilch im Kaffee…zwischen Powershopping bei Zalando und dem Bedürfnis, regionale Produkte auf dem Wochenmarkt zu kaufen – wie früher mit Oma!  

 

…in einer Zeit, in der die Heimatstadt als einzige Location im Lebenslauf gesellschaftlich nicht mehr anerkannt ist, ein Auslandsaufenthalt für die Karriere unverzichtbar scheint und Wurzeln schlagen vor Mitte 30 genauso sexy wirkt, wie Socken in Sandalen.

  

Klickst Du Dich derzeit durch das WorldWideWeb, kommt Dir eine Flut an „Generationstexten“ entgegen.

Texte über die Generation der 25- bis 40-jährigen. Großstädter, gut ausgebildet und situiert, wild und frei. Ausgestattet mit einer „Hallo Welt hier bin ich“-Mentalität. Single sowieso.

In Berufstätigen-WGs oder alleine lebend. Heute hier, morgen dort. Äußerlich erwachsen und innerlich zu jung für Verbindlichkeiten. Jung genug, um mit den unzähligen Möglichkeiten des Lebens überfordert zu sein.

 

Oma würde sagen: „Es geht bergab!“ Aber sind wir wirklich so „schlimm“?

Oder sollten wir uns einfach glücklich schätzen…glücklich, über all unsere hausgemachten Luxus-Wehwehchen…

 

Kürzlich las ich in der „Neon“ eine Aussage, die so gänzlich von jeglicher Norm des „guten Benehmens“ abwich: „Zuhause fühle ich mich, wenn ich WLAN habe.“ 

Nach einem Anflug von Empörung fragte ich mich: „Was steht eigentlich hinter dem Bedürfnis nach WLAN und dauernder Vernetzung per WhatsApp?“ Die Antwort ist am Ende simpel: Es ist das Bedürfnis nach Kommunikation.

 

Kommunikation mit den Menschen, die wir lieben und deren Gegenwart wir genießen. Losgelöst von Ort und Zeit. Was ist es also nun, dieses „zuhause“?

Nach jahrelangem Suchen nach einem „Zuhause“ in der anfänglichen Fremde kam mir irgendwann die Erkenntnis: 

„Zuhause“ muss kein Ort sein…

„Zuhause“ ist ein Gefühl…

„Zuhause“ ist die Gegenwart von Lieblingsmenschen. 

 

Und wenn nichts mehr geht, und es dann doch mal ein Ort sein soll, dann ist „Zuhause“ im Zweifel immer noch bei Mutti.

Alles Liebe,

Anni

P.S.: Meine ganz persönliche Playlist „Feels like home“ auf Spotify habe ich hier für Dich verlinkt 

Ein Gedanke zu “Zuhause ist ein Gefühl – Generation „Whatever“

  1. Solange Papi und Mami einen stützen, ist das Leben sicher einfach(er).
    Mir fehlt bei vielen jungen Menschen Perspektive, Plan und ein Ziel. Es wird in den Tag gelebt und es gibt für alles valide Entschuldigungen.

    Ich bin gespannt, wohin sich diese Generation entwickeln wird.

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