Zwischen Mandeltörtchen und neuen Schuhen – ein veregneter Seeligkeits-Tag an der Elbe

Bis auf wenige kaum erwähnenswerte Ausnahmen macht Hamburg seinem Ruf in Punkto Schmuddelwetter in diesem Jahr alle Ehre. In diesem Jahr? Ja, bei diesem ewigen grau in grau, ergänzt um Sprüh- und Nieselregel, bei dem die Haare einfach ewig mistig aussehen, darf man ruhig einmal pauschalisieren.

Was also tun um sich nicht endgültig die Lauen verderben zu lassen? Etwas essen? Essen ist meist eine recht gute Idee, wie ich finde, um die Stimmung zumindest kurzfristig zu heben. (Was diese Strategie für langfristige Folgen haben kann, ist genetisch bedingt von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich…aber…nun ja, fokussieren wir uns heute mal auf das kurzfristige Glück.)

Ich fand mich also am Samstagmorgen zum Frühstücken im Café Schmidt an der großen Elbstraße wieder. Die kopfsteingepflasterte Straße an der Hafenkante ist ansonsten eher Revier von Fisch, Krabben, Hummern und Meeresgetier. Doch inmitten von hausgemachten Tartes und Törtchen, mit Liebe verzierten Hanseaten und Petit Fours und typisch hamburgischen Wecken und Zimtbrötchen lässt es sich im Café Schmidt gut aushalten.

Was von außen eher unscheinbar aussieht zieht sich auch im Innenraum fort. Wenig Schnickschnack, kein Deko-Schischi, schlichte Einrichtung. Dafür erwartet Dich eine trotz immer regen Betriebs urgemütliche Atmosphäre und unaufgesetzt freundlicher Service.

Während ich also am Samstag meinen Cappuccino schlürfte und es draußen nicht aufhören wollte zu regnen, zauberten die Konditoren und Bäcker direkt hinter mir die herrlichsten Brote, Kuchen und Torten. Durch Fenster hindurch lässt sich vom Café aus das Treiben in der Backstube beobachten. Feine Sache, was? Vom permanent wohlig-warmen, süßen Geruch ganz zu schweigen.

Vollgefuttert und seelig philosophierte es sich in unserer Mädchenrunde gut über Gott und die Welt und insbesondere darüber, wieviel Geld man in der Theorie sparen könnte, wenn man weniger Essen ginge und stattdessen mehr selber kochte. Wofür man es stattdessen ausgeben könnte oder müsste. Und bis zu welchem Ausmaß diese Sache mit der Sparerei den überhaupt glücklich macht.

An diesem verregneten Samstag beschlossen wir, das Sparen auf später zu vertagen. Nach einem ausgiebigen Bummel durch Hamburg-Ottensen endete der eigentlich graue Tag ziemlich bunt – mit einem neuen hippen Mantel, einem kuscheligen Schal und einem neuen Paar Schuhe. Ein Einzelpaar. Reduziert. In meiner Größe. Schicksal – oder?

Alles Liebe,
Anni

3 Gedanken zu “Zwischen Mandeltörtchen und neuen Schuhen – ein veregneter Seeligkeits-Tag an der Elbe

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