Fastenzeit – Das Konzept is(s)t nichts für mich

Fassen wir´s doch mal schlicht und ehrlich zusammen – Läuft einfach nicht bei mir!

Das Internet ist voll mit Erfolgsgeschichten über´s Abnehmen, über erfolgreiche Ernährungsumstellungen, über rasante Erfolge. Voll mit beeindruckenden Vorher-Nachher-Fotos, die den Normalos unter uns meist einen kurzfristigen Motivationsschub geben, uns danach aber auch mindestens genauso oft enttäuscht zurück lassen. Mit dem herrlichen Gedanken „Aaaaalle schaffen´s nur ich nicht!“.

Aber wer spricht eigentlich, von all den abgebrochenen Diäten?
Von all den unangerührten Yokebe-Packungen in deutschen Küchenschränken?
Von all den nahezu neuwertigen Yoga-, Lauf- und Fitness-Ausrüstungen, die in unseren vier Wänden schlummern und die nach einem Anflug von Übereifer zum Jahreswechsel nur überschaubar oft zum Einsatz kamen?
Von unseren originalverpackten Büchern, die uns erklären wie man fastet, auf Kohlenhydrate verzichtet oder es in ein paar Wochen mit ein bisschen Training zum Halbmarathon-Läufer schafft?

Recht still ist´s darum! Leistungsgetrieben wie wir sind, beschäftigen wir uns viel zu oft im Leben damit, unsere Schwächen und Misserfolge zu verstecken. Aber kann es nicht auch Mut machen, von Misserfolgen zu berichten und das Gefühl zu vermitteln
„Hey lieber Diät-Abbrecher, ist zwar doof was Du da machst, aber Du bist nicht allein! Lass uns einfach neu starten und einen Weg finden, der besser zu uns passt!“…?
Ich fang direkt mal damit an.

  

An alle „Fastenzeitabbrecher 2016“ dort draußen: Ich war dabei!
Alle Jahre wieder nahm ich mir am Aschermittwoch vor, bis Ostern auf Süßigkeiten zu verzichten. Die Versuche in 2013, 14 und 15 hatten kleine Startschwierigkeiten, aber dieses Mal klappt´s mit der Disziplin! Dieses Jahr wirklich! Dieses Jahr sogar mit kollektivem Gruppenzwang unter Kollegen. Aber hiermit ist es nun öffentlich, dahin der gute Ruf. Aus die Maus. Man muss schon realistisch einschätzen können, was man kann (und vor allem was nicht). Klar, Wunder gibt es immer wieder. Aber über einen Monat ohne Schokolade? Gehört in meinem Fall zweifelsohne zur Kategorie „Was ich nicht kann…“!

 

Vielleicht nehme ich mir für die Fastenzeit 2017 einfach vor, mir nicht vorzunehmen auf Süßigkeiten zu verzichten. Für weniger Versagensgefühle und mehr Realismus. So.

Also…„Hey lieber Fastenzeit-Abbrecher, ist zwar doof was wir da gemacht haben, aber wir sind nicht allein!“ Vermutlich wird sich die Welt weiter drehen, auch mit leicht erhöhtem Blutzuckerspiegel.

Alles Liebe,
Anni

5 Gedanken zu “Fastenzeit – Das Konzept is(s)t nichts für mich

  1. Liebe Anni,
    mir erging es leider ähnlich, ich habe ganze drei Wochen auf Naschi verzichtet (wuhu). Vielleicht geht es uns einfach besser, wenn wir uns jeden Tag eine Kleinigkeit, oder ein paar Mal pro Woche etwas kleines gönnen. Ich bin gerade dabei mich umzugewöhnen und nicht die komplette Packung auf einmal zu verschlingen…:D

    Liebe Grüße aus Kiel,
    Lara

    http://www.laramaahsen.com

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