Mehr Lebensqualität am Morgen – Wie Du es schaffst, neue Routinen zu integrieren

6 Uhr Weckerklingeln,37 Mal Schlummertaste drücken,

kurz nach 8 mit verspanntem Nacken und noch immer schlaftrunken aus dem Bett fallen,

ins Bad taumeln,

optische und hygienische Aufbereitung in Rekordzeit durchführen,

sich mal wieder mit dem Auto statt mit dem Fahrrad durch den Berufsverkehr drängeln (weil vermeintlich zu wenig Zeit für´s Radfahren),

um dann kurz vor 9 abgehetzt und absolut unentspannt im Büro anzukommen.

Voila, mein wunderbarer (nicht nachahmenswürdiger) Start in den Tag während der vergangenen 8 Jahre! Nach und nach wurde meine Morgenroutine zu einem immer mehr auf Zeitoptimierung getrimmten Prozedere, das nur einer Sache diente: Möglichst bis zur letzten erdenklichen Minute im gemütlichen Bett rumzumuckeln! (Ignoriert man einmal den alle paar Minuten auf´s neue störenden Wecker) 

Ja, ich habe einiges probiert. Herkömmlicher Wecker, Handywecker, Lichtwecker mit Vogelgezwitscher…

Aktuell steht „Lichtwecker mit Vogelgezwitscher“ so weit vom Bett entfernt, dass ich alle 10 Minuten aufstehen muss, um die Schlummerfunktion zu aktivieren und mich erneut ins Nest zu legen. Ja, du merkst, von außen betrachtet vielleicht amüsant, alles in allem aber durchaus unzufriedenstellend! 

Wie habe ich es also geschafft, aus dieser nervtötenden Schleife auszubrechen, und nun jeden Morgen mit einem Deluxe-Frühstück gemütlich im Wohnzimmer zu sitzen?

Die Antwort klingt banal und das ist sie auch: Weil ich es wollte! Ich hatte diese allmorgendliche Routine wirklich satt und habe es mir seeeehnlichst gewünscht, als endlich auch die Zeit am Morgen lebenswert zu gestalten.

Für alles was Du Dir vornimmst brauchst Du ein starkes „Warum“. Mach Dir bewusst, aus welchem Grund Du diese Änderung (ganz gleich ob Frühstücksroutine, Sport im Alltag oder gesündere Ernährung) wirklich willst!

Was macht dich an Deiner Situation, so wie sie aktuell ist, konkret unglücklich?

Was fühlst Du dabei?

Liegt eine Verbesserung der Situation nicht vielleicht doch einzig und allein in Deiner Hand?

Konkret gesagt: Wenn der „Leidensdruck“ hoch genug ist, wird es klick machen!

Hast Du Dein „Warum“ gefunden, ist der Rest reine Übungssache.

In einem Hörbuch, was ich kürzlich entdeckte und was mich noch immer sehr begeistert („Heirate Dich selbst – wie radikale Selbstliebe unser Leben revolutioniert“ von Veit Lindau) habe ich gelernt: 

Das menschliche Gehirn benötigt mindestens 21 Tage, um eine, erlernte Gewohnheiten als Routine anzunehmen.

Kurzum: Was immer Du Dir vornimmst, wiederhole es mindestens 21 Tage lang ununterbrochen, um Deinem Geist die Chance zu geben, es als neuen festen Bestandteil Deines Lebens zu verstehen! 

Mittlerweile meine ich über den Berg zu sein. Es macht mich tatsächlich traurig, zu lange im Bett zu liegen und dann keine Zeit mehr für ein ausgedehntes Frühstück zu haben. (Ja, in ganz seltenen Fällen kommt das noch vor. „Fehltritte“ sind schließlich menschlich)

Schon am Abend zuvor freue ich mich auf den nächsten Morgen. Denn nun erwartet mich kein ungewollter Marathon unter Adrenalin mehr, sondern fast ein kleines bisschen Wochenendgefühl. Denn ein gemütliches Frühstück kannte ich bislang nur ab frühestens 10 Uhr am Samstag oder Sonntag. Natürlich fällt mir das Aufstehen immer noch unglaublich schwer, doch nun weiß ich:

Je schneller ich das aus dem Bett quälen erledigt habe, umso schneller folgt der angenehme Teil des Morgens.



Und nachdem ich nun weiß, dass ich es kann, die Sache mit dem „einfach machen“, öffnet sich Raum für Gedanken über die nächste anzugehende Routine. Ich sehe es fast als ein Spiel an. Denn auch wenn das eine oder andere Ziel nicht sofort erreicht wird weil es vielleicht zu hoch gesteckt war, denk immer daran: „Sei gut zu Dir!“.

Übertriebene Strenge Dir selbst gegenüber wird Dich nicht voran bringen!

Alles Liebe,

Anni

5 Gedanken zu “Mehr Lebensqualität am Morgen – Wie Du es schaffst, neue Routinen zu integrieren

  1. Moin Anni,

    ein Problem mit dem Morgensaufstehen habe ich zwar nicht, da ich ein Morgenmensch bin, aber dafür mit dem Immer-zu-lange-Aufbleiben abends. Warum gehe ich nicht früher ins Bett, wenn ich doch wei´ß, dass ich spätestens um 5.30 Uhr aufwache?
    Ich versuche es und manchmal gelingt es mir auch ganz gut. Dann bin ich froh und stolz auf mich. Soviel zum Thema Selbstliebe. Gnädig mit sich selber sein. Dafür muss man alte Glaubenssätze über Bord werfen und die kleben teils wie festgetackert an einem. Oder werden als alte Kerben von anderen aufgerissen…
    Du bist auf einem guten Weg, genieße den Sonnabend heute, Marianne

    Gefällt 1 Person

  2. hallo meine liebe:) finde es sehr gut, dass du mittlerweile mehr zeit einplanst für deine eigene „wohlfühl-minuten-am-morgen“..:) ich finde das wichtig sich zeit zu nehme morgens. gemütlich aus dem haus zu gehen. habe dazu selbst einen beitrag auf meinen blog geschrieben (siehe https://lebenslichtpfade.wordpress.com/2016/08/24/mein-bewusster-ich-bin-ganz-nah-bei-mir-morgen/)…kannst gerne mal reinschauen:) freue mich darauf.
    alles liebe lisa

    Gefällt 1 Person

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