Instagram – Hass oder Liebe?

Sonntagmorgen – die Sonne scheint durch´s Fenster, die Vögel zwitschern (schon seit 5 Uhr morgens…von mir aus dürften sie ruhig etwas später damit beginnen) und ich wache in meinem frisch bezogenen Bett auf. Gibt es eigentlich ein schöneres Gefühl, als in einem frisch bezogenen Bett zu liegen? Diese Reinheit, dieser saubere Duft – ein unvergleichlich schöner Moment. Ich gehe in die Küche und bereite mir einen frischen Kaffee zu. In einem weißen Becher, passend zu meiner weißen Bettwäsche, und kuschele mich wieder ins Bett.

Ein Moment, wie es ihn hundertfach auf Instagram zu sehen gibt. Und so lasse auch ich mich dazu hinreißen, dieses wie ich finde sehr hübsche Arrangement zu fotografieren und zu posten. Jedoch nicht ohne vorher die Bettdecke umständlich zu richten und den perfekten Winkel auszukundschaften, in dem Bett, Kaffee, Gardinen und frisch manikürte Fingernägel optimal zur Geltung kommen.

Filter drüber (außer einem zauberhaften Sonnenuntergang geht ja kaum noch etwas ohne Filter), noch ein paar passende Hashtags à la #coffee und #sundaymorning dazu – fertig ist der perfekte Insta Post!

 

 

Tja, so läuft es. Und auch wenn es die wenigsten unter uns zugeben: So läuft es fast immer! Vermeintlich spontane Schnappschüsse für´s Instagram-Profil sind in den seltensten Fällen zufällige Schnappschüsse. Wann immer ich einmal in den Genuss kam, jemanden dabei zu beobachten, wie er (oder meist „sie“) versuchte, den perfekten Insta Shot zu kreieren, dann war dies selten eine fixe Angelegenheit. Da wird optimiert was das Zeug hält. Und am Ende des Tages gestalten wir uns eine gefilterte und geschönte Welt, die wir unserem virtuellen Publikum da präsentieren. Und am Ende ist es unser reales Leben, welches wir im schlimmsten Fall zwanghaft mit all den gefilterten und aufgehübschten Leben vergleichen, die uns auf Instagram präsentiert werden.

In manchen Momenten freue ich mich dann, dass ich keine 13 mehr bin, und Instagram und Realität ganz gut voneinander zu unterscheiden weiß.




Dennoch liebe ich Instagram – meinen persönlichen Zeitfresser – mehr und mehr. Ich liebe „das Schöne“, „das Ästhetische“, das „hübsch anzusehende“. Und daher ist Instagram für mich das „schönste“ unter den sozialen Netzwerken. Und ja, auch mir ist aufgefallen, dass mein Blog derzeit noch etwas im Winterschlaf festhängt. Doch das ist okay. Auf Instagram gibt es dafür etwas mehr zu sehen – ich freue mich auf deinen Besuch!

 

 

Alles Liebe,

Anni

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s