Auf (nimmer) Wiedersehen Kuala Lumpur

Ich weiß. Niemals soll man nie sagen. Aber „hoffentlich nie wieder“ oder wenigestens „so schnell nicht wieder“ darf man doch sicher sagen! (…ohne sich für seine Luxusprobleme schämen zu müssen, da man sich ja eigentlich glücklich schätzen müsste, mal eben ans andere Ende der Welt jetten zu können.)

Nach zwei Tagen im versmogten, stickigen, hektischen und für meine geräuschempfindlichen Ohren viel zu lauten Kulala Lumpur bin ich überaus glücklich, mittlerweile auf Bali angekommen zu sein.

Ständige Gewitter, drückende Hitze, Shoppingmalls so weit das Auge reicht, vollgestopft mit Menschen und Dingen aus Plastik die die Welt nicht braucht, den gelben Himmel bei Nacht…all das lasse ich gern hinter mir. Sollte ich vor Antritt meiner Reise vielleicht noch gar nicht völlig ausgelaugt und urlaubsreif gewesen sein, so bin ich es spätestens jetzt – nach zwei Tagen asiatischem Großstadtgetümmel!

Kuala Lumpur ist eine noch relativ junge Millionenmetropole mit britischen Wurzeln – was auch den Linksverkehr erklärt, über den ich mir zugegebenermaßen zuvor nicht im Klaren war. Aber gut, woher soll dieses Wissen auch kommen – wer noch niemals einen Reiseführer in die Hand genommen hat und einfach so in jede Reise reinlebt, staunt eben manchmal Bauklötze!

Eben jener Verkehr war es auch, der mir regelmäßige Nahtoderfahrungen bescherte.  Als Fußgänger zwischen unzähligen hupenden Skootern und Autos zu überleben, ist eine Kunst. Und als würde man sich nicht allein durch Hautfarbe und Rucksack als Tourist outen, so tut man dies spätestens dann, wenn man Strecken auch über 200m Länge zu Fuß zurücklegt. Denn in Kuala Lumpur geht niemand zu Fuß – dies verdeutlichen auch die meist fehlenden Bürgersteige und das hohe Verkehrsaufkommen. 

Zebrastreifen? „It’s just graffity, no function!“ wurde ich direkt am ersten Tag im Paper Plane Hostel aufgeklärt. 

Bei all meiner Abneigung gegen Kuala Lumpurdie Stadt, die ich eigentlich als Zwischenstop für eine nicht allzu anstrenge Reise bis nach Bali missbrauchen wollte – muss ich dennoch ein paar positive Worte über meine allererste Hostel-Erfahrung ever loswerden.

Wer mich kennt weiß: Für die ist ein Hostel nix! Stimmt auch! Stimmt auch immernoch! Immerhin kann ich nun aber mitreden und meine Abneigung begründet kundtun. Dennoch: Wäre ich ein „klassischer Backpacker“, würde ich das Paper Plane in Kuala Lumpur lieben.

Klein, gemütlich, zentral gelegen, super sauber, super modern, fast hipster-like und noch dazu sehr familiär. Wohlgefühlt habe ich mich von Sekunde 1 an! Und das für unglaubliche 15€ pro Nacht – für waschechte Backpacker schon ein hochpreisiges High-Class-Hostel, aber ein bisschen „high class“ durfte es dann doch sein!

Ich gelobe Besserung – über den Rest meiner Reise werde ich weniger motzen, versprochen!

Alles Liebe,

Anni
Regelmäßige Updates meiner Reise und hoffentlich viele wunderbare Fotos gefällig? Ich teile Sie gern mit Dir auf Instagram: Du findest mich als anniloves.lifestyle.blog

4 Gedanken zu “Auf (nimmer) Wiedersehen Kuala Lumpur

  1. Dein Blogbeitrag erinnert mich an meinen Bangkok Besuch. Ich mag Bangkok sehr, aber der Straßenverkehr hat mich verrückt gemacht, die vielen Geräusche und die Hitze ebenso. Am ersten Tag habe ich mich nur mit Skytrain und Boot fortbewegt, weil mich der Straßenverkehr völlig überfordert hat.
    Das ist kein Motzen, finde ich. Persönliche Reizschwellen wurden nun mal überschritten…
    Ich finde es wunderbar, in so einer Wahnsinnsstadt nicht zu leben.
    Entspanne dich.
    Lg Marianne

    Gefällt 1 Person

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